Film- und Videoclub Heidenheim e.V.

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Jeder Film hat seine eigene, ganz besondere Geschichte

Edith Schmiedtke,
eine begeisterte Filmautorin erzählt:

Anfangs der 80er Jahre lernte ich beim Landeswettbewerb der Filmamateure in Karlsruhe einen Herrn Lange aus Ulm kennen. Der versierte Filmer erklärte mir die Grundlagen der Kameraführung, und ich stieg begeistert in die „Hohe Schule der Planung, der Drehbücher und der Regieführung" ein...

Gemeinsam verfilmten wir meine eigenen Erlebnisse nach dem Tode meines Mannes, und so entstand der Familienfilm „Witwe auf den Scheiterhaufen?"

Das ist die Geschichte einer tieftraurigen Witwe, die sich allein gelassen fühlt, täglich zum Friedhof wandert und sich mit Selbstzweifeln quält - wie sie dann, nach mühevollem Selbsterkennen ihrer Lage, doch eher zufällig einen Aufruf zu einem Filmwettbewerb liest, sich eine Kamera kauft, zu filmen beginnt, neue Kontakte schließt, damit wieder Sinn und Inhalt in ihrem Leben findet und so ein von ihren Mitmenschen geschätztes Mitglied der Gesellschaft wird.

Beim Landeswettbewerb landete unser Film auf Platz 3, und damit sollte er nicht weitergereicht werden. Wir protestierten, denn wir hatten viel von unserem Herzblut in den Film eingebracht. Man soll sich nie einfach ins Bockshorn jagen lassen!

Edith Schmiedtke

Bei der Familiade des BDFA im Rheinland und ebenfalls in Nürnberg erreichte die „Witwe" Platz 1, und bei den Bundesfilmfestspielen in Lindau bekam unser Film als bester Familienfilm 1983 die Goldmedaille. Wir waren im Glück. Von da an hatte ich meinen Spitznamen weg: Im Club und auch bei den Landeswettbewerben war ich nun nur noch die „Schwarze Witwe".

So habe ich mich „freigeschwommen" und war dann bereit für eigene Produktionen wie die „Basler Fasnacht" und den „Punkerfilm".